WÄLDCHES Naturtrüb Hell in der Kiste
Bei unseren Kundenkontakten ist permanent der Wunsch nach WÄLDCHES Hell aufgetaucht. Nach langer Suche in vielen Brauereien haben wir in der Will-Bräu in Bayern einen Brau-Partner gefunden, der unsere Vorgaben weitestgehend umsetzen kann. Wir können Mitte/Ende Juni ein Bier anbieten, das unseren Vorstellungen von einem ausgewogenen, süffigen und bekömmlichen Bier entspricht:
WÄLDCHES Naturtrüb Hel!
Keiner der Rohstoffe dominert. Wasser, Malz, Hopfen und Hefe stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander. Sie ergänzen sich wie echte Teamspieler. Süffig, ein toller Durstlöscher ! Gemäß unseres bekannten Slogans „NATUR PUR“ belassen wir die physiologisch wertvolle Hefe im unfiltrierten Bier. Die Hefe rundet den Geschmack harmonisch ab.
Die Abfüllung erfolgt in einer grünen 33cl Mehrwegflasche mit 24 Flasche/Kiste.
"Zwickeln"
An jeden Reifetank ist zur Entnahme einer Bierprobe ein sog. Zwickel
angebracht. Das ist ein Hahn oder Ventil, das nur mit einem speziellen,
früher dreikantigen Schlüssel geöffnet werden kann. Dieser Zwickelschlüssel
war ausschließlich im Besitz des Braumeisters oder Qualitätskontrolleurs.
"Missbräuchliche" Nutzung = Freizapfen durch die Brauereimitarbeiter sollte
dadurch unterbunden werden. Aber: Not macht erfinderisch. Ich habe noch
keinen Brauer getroffen der nicht im Besitz eines Zwickelschlüssels gewesen
wäre! Ich gehe einen "zwickeln" ist synonym für den Genuß eines
naturbelassenen Bieres kurz vor der Filtration.
NATURBELASSEN, HEFETRÜB
Über Jahrtausende wurde Bier naturbelassen konsumiert. Das Bier wurde in dem der Brauerei angeschlossenen Wirtshaus direkt ausgeschenkt oder um den Schornstein herum ausgeliefert oder in Krügen abgeholt. Erst mit dem Aufkommen schneller Verkehrsmittel (Eisenbahn) entwickelten sich Großbrauereien, die ihr Bier „exportierten“. Dazu war es notwendig, das Bier haltbar zu machen. Hierbei störte dann die Bierhefe. Sie wurde zuerst durch Massefiltration (Baumwolle) entfernt. Um mikrobiologischen Verderb vorzubeugen, wurde dann noch pasteurisiert. Heute wird in den Brauereien nach abgeschlossener Gärung das hefetrübe Bier über Separatoren vorgeklärt und mittels Kieselgur (Diatomeenerde) hefefrei filtriert. Häufig wird mit PUPP Filtration auch eine Eiweißstabilisierung erreicht. Dann wird bei der Abfüllung noch eine Hitzebehandlung vorgenommen. Aus ernährungsphysiologischen Gründen und auch in geschmacklicher Hinsicht ist dies alles jammerschade. Die Hefe enthält viele wertvolle Bestandteile wie Vitamine, Enzyme, Mineralstoffe und niedermolekulare (Aminosäuren) Eiweiße. Diese lebenden Hefe-Mikroorganismen bieten ein großes Potential an zellaufbauenden Substanzen. Sie verbessern die Verdauung und tragen somit zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Während der intensiven Hauptgärung befinden sich in einem Mililiter Jungbier bis zu 20 Mio. Hefezellen. Nach Abschluß der Gärung setzen sie sich langsam am Boden (Untergärung) des Gärgefäßes ab. Füllt man in diesem Stadium das Bier unfiltriert in Fässer oder Flaschen ab, befinden sich noch 1-3 Mio. Hefezellen in Schwebe. Erst in der Flasche setzen sie sich am Boden ab. Das Bier klärt sich und am Boden bildet sich eine Hefeschicht aus, die sich langsam verfestigt.
UNSER TIPP: Genießen Sie das Bier mit Hefe. Erst dann wird es ein runder Biergeschmack. Wirbeln Sie den Hefe-Bodensatz kräftig auf, wenn Sie das Bier in den Kühlschrank stellen. Drehen und wenden Sie dazu die Flasche mehrmals. Dann können Sie anschleißend ein gut gekühltes Bier mit wertvoller und leckerer Hefe genießen.
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